Strukturentwicklung: KEI unterstützt
Lausitz Science Park

09.03.2022

In den kommenden Jahren soll am brandenburgischen Standort Cottbus eine Innovationslandschaft mit internationaler Strahlkraft entstehen: der Lausitz Science Park. Auch das Kompetenzzentrum Klimaschutz in energieintensiven Industrien (KEI) unterstützt dieses herausragende Strukturentwicklungsvorhaben.

Feierlicher Festakt für Lausitzer Leitprojekt

Der Lausitz Science Park soll künftig exzellente Grundlagen- und angewandte Forschung mit innovativen Ausgründungen und zahlreichen Unternehmensansiedlungen vereinen. Dafür hat sich die federführende Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg (BTU) gemeinsam mit dem brandenburgischen Wissenschaftsministerium starke Partner gesucht: die lokale Politik, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen sowie wirtschaftsstarke Unternehmen aus der Region. Zusammen mit 25 weiteren Institutionen hat auch das KEI während eines feierlichen Festaktes am 7. März 2022 eine Absichtserklärung zur Unterstützung des Lausitz Science Parks unterschrieben, die Brandenburgs Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke überreicht wurde.

Cluster Dekarbonisierung der Industrie trifft auf Technologiepark 

Das entsprechende Memorandum of Understanding hat KEI-Leiter Dr. Bernd Wenzel auf der ideellen Grundsteinlegung des Lausitz Science Parks signiert. Neben dem KEI und der BTU zählt auch das Institut für CO2-arme Industrieprozesse des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) und die Fraunhofer-Einrichtung für Energieinfrastrukturen und Geothermie (IEG) zu den offiziellen Partnerinstitutionen des neuen Technologieparks. Damit stehen alle vier Gründungsmitglieder des „Clusters Dekarbonisierung der Industrie“ (CDI) mit ihren in Cottbus ansässigen Einrichtungen hinter dem Vorhaben.

Transformation zur klimaneutralen Energieregion gestärkt

Der perspektivisch 420 Hektar große Lausitz Science Park wird auf dem Gelände des ehemaligen Technologie- und Industrieparks am nordwestlichen Stadtrand von Cottbus in direkter Nachbarschaft zum Hauptcampus der BTU entstehen. Dort soll Spitzenforschung und Transfer auf internationalem Niveau nachhaltig gebündelt und so ein exzellenter Technologiestandort entwickelt werden. Dabei konzentriert sich eine der vier Profillinien auf die „Energiewende und Dekarbonisierung“. KEI-Leiter Dr. Bernd Wenzel: „Mit diesem Vorhaben stärkt die Lausitz ihre Transformation hin zu einem industriellen Zentrum für klimaneutrales Wirtschaften. Das KEI und insbesondere das CDI werden sich mit ihrer interdisziplinären Expertise aktiv ins Themenfeld der industriellen Dekarbonisierung des Lausitz Science Parks einbringen.“ Im Industriesektor versteht man unter dem Begriff der Dekarbonisierung die Umstellung auf kohlenstofffreie bzw. kohlenstoffneutrale Produktionsverfahren.

Über den Lausitz Science Park

Schätzungen zufolge birgt der Lausitz Science Park ein Potenzial von mindestens 10.000 Arbeitsplätzen. Er biete laut Angaben der BTU Platz für 200 kleine und mittelständische Unternehmen, die dort zukünftig attraktive Arbeitsbedingungen, ein hochwertiges Forschungsumfeld und beste Rahmenbedingungen für Wissenschaft und Forschung, Innovation und Transfer finden werden. Dies werde exzellent ausgebildete Menschen in die Region ziehen, aber auch dazu beitragen, Fachkräfte in der Lausitz zu halten. Auch werden auf dem Gelände Wohnungen, Kitas und Gastronomie entstehen. Weitere Infos: www.b-tu.de/lausitz-science-park