Studie rückt Flexibilisierung elektrifizierter Industrieprozesse in den Fokus

12.12.2022

Im Auftrag des KEI untersucht das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI in Zusammenarbeit mit dem Institut für Industrieofenbau und Wärmetechnik der RWTH Aachen die technischen, wirtschaftlichen und regulatorischen Möglichkeiten sowie Hemmnisse einer stärkeren Energieflexibilität im Industriesektor. Der Startschuss für das richtungsweisende Projekt fiel am 17. November 2022.


Um die gesteckten Klimaschutzziele zu erreichen, ist im deutschen Industriesektor eine grundlegende Transformation des Energiesystems sowie der Energieversorgung und -nutzung erforderlich. Von einem System, das durch große, in Grundlast betriebene Kraftwerke geprägt ist, wird das Energiesystem in Zukunft flexibler und zunehmend über erneuerbare Energiequellen wie Wind- und Solarenergie versorgt. Auch die Rolle der Energienachfrage nimmt an Bedeutung zu, zum Beispiel um der Industrie Energie flexibel bereitzustellen. Das Elektrifizieren und das damit verbundene Modernisieren der Grundstoffindustrie, aber auch der verarbeitenden Industrie ist eine wichtige Option, das riesige Potenzial zum Bereitstellen von Energieflexibilität effektiver auszuschöpfen. Gleichzeitig braucht auch die Politik noch mehr Informationen zu den technischen und wirtschaftlichen Möglichkeiten der unterschiedlichen Industriebranchen.

Zentrales Anliegen des KEI ist es, den Unternehmen der Grundstoffindustrie eine Orientierung in der Transformation von Technologien und Prozessen zu bieten. Im Rahmen der Studie werden daher konkrete Lösungsansätze für die regulatorische Umsetzung der Energieflexibilität in der Industrie erarbeitet. Repräsentative Fallstudien von Industrieunternehmen aus unterschiedlichen Branchen stellen dafür den Praxisbezug her. Die Ergebnisse der Studie werden im Frühjahr/Sommer 2024 veröffentlicht. Sie sollen einem handlungsbezogenen Diskurs zwischen Politik, Stromerzeugern, Netzbetreibern und der energieintensiven Industrie dienen.