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Studie „Transformationsfaktoren für eine klimafreundliche Industrie“

Wechselwirkungen der industriellen Dekarbonisierung

Studie „Transformationsfaktoren für eine klimafreundliche Industrie“

Wechselwirkungen der industriellen Dekarbonisierung

Herausgeber: Kompetenzzentrum Klimaschutz in energieintensiven Industrien (KEI)
Titel: Transformationsfaktoren für eine klimafreundliche Industrie – Datenbasierte Untersuchung zur Identifikation und Gewichtung von Wechselwirkungen der industriellen Dekarbonisierung (Phase A)
Publikationsform: Begleitstudie
Autorin: Monica Villanueva, KEI 
Veröffentlichungsdatum: 12. Mai 2026

Über die Studie

Darstellung der Titelseite und zweier Seiten der Begleitstudie "Transformationsfaktoren für eine klimafreundliche Industrie"

Das Erreichen der europäischen und nationalen Klimaschutzziele stellt den Industriesektor in ein Spannungsverhältnis zwischen Dekarbonisierung und wirtschaftlicher Wettbewerbsfähigkeit. Auf dem Weg zu einer fossilfreien Produktion gilt es zugleich, industrielle Wertschöpfung langfristig zu sichern. Das Kompetenzzentrum Klimaschutz in energieintensiven Industrien (KEI) legt nun eine Begleitstudie vor, die die wechselseitige Abhängigkeit von Klimaschutz und Wettbewerbsfähigkeit genauer beleuchtet.

Die Studie untersucht datenbasiert die beschleunigenden und hemmenden Wechselwirkungen in der industriellen Dekarbonisierung. Dabei werden technische, ökonomische, infrastrukturelle, regulatorische sowie gesellschaftliche Faktoren identifiziert, die Einfluss auf die Transformation zur Klimaneutralität haben. Ergänzend werden zudem die Standortbedingungen und deren Steuerung näher analysiert, um den Transformationsprozess ganzheitlich zu erfassen und gezielt lenken zu können. 

Stufen des Transformationsprozesses: Das Verständnis der einzelnen Stufen und des Schwierigkeitsgrads ihrer Umsetzung bildet die Grundlage, um die zentralen Faktoren zu identifizieren, die die Transformation der deutschen Industrie prägen.
Wirkungsmodell: Eine zielgerichtete Steuerung, die die Wechselwirkungen der verschiedenen Transformationsfaktoren lenkt und daraus Handlungsempfehlungen ableitet, könnte die Standortentwicklung der Grundstoffindustrie in Deutschland positiv beeinflussen.

Transformationsfaktoren zielorientiert steuern

Im Mittelpunkt der Analyse steht die Frage: Welche Transformationsfaktoren lassen sich identifizieren und wie beeinflussen sie das Handeln von Entscheidungsträger*innen in Politik und Industrie? Zur Beantwortung wurden 30 fachliche Interviews mit Unternehmensvertreter*innen aus Projekten des Bundesförderprogramms „Dekarbonisierung in der Industrie (DDI)“ durchgeführt und qualitativ ausgewertet.

Die Ergebnisse zeigen: Klimaschutz und Wettbewerbsfähigkeit müssen nicht im Widerspruch stehen. Entscheidend ist, dass Standortbedingungen so gestaltet werden, dass Investitionen in klimafreundliche Produktion wirtschaftlich tragfähig werden. Eine zielgerichtete Steuerung der Wechselwirkungen zwischen den Transformationsfaktoren kann einen positiven Einfluss auf die Standortentwicklung der Grundstoffindustrie in Deutschland haben .

Die Erkenntnisse wurden in Form von Handlungsempfehlungen für Politik und Industrie zusammengeführt und in einem übergreifenden Wirkungsmodell dargestellt (siehe Grafik).

Handlungsempfehlungen für Politik und Industrie

Das rund 70-seitige Papier macht deutlich, dass die industrielle Transformation nur gelingen kann, wenn die Politik verlässliche und langfristige Rahmenbedingungen schafft und gleichzeitig aktiv Vertrauen in der Gesellschaft aufbaut. Eine positive Kommunikation der Chancen der Dekarbonisierung, klare strategische Ziele sowie der koordinierte Ausbau von Infrastruktur spielen dabei eine zentrale Rolle. Zudem sind vereinfachte und einheitliche Genehmigungsverfahren sowie die gezielte Schaffung von Nachfrage für klimafreundliche Produkte entscheidend, um Investitionen zu ermöglichen und Märkte zu entwickeln. Ergänzend sollten Unternehmen in der Transformationsphase bei Betriebskosten entlastet werden, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.

Für die Industrie zeigt die Studie, dass Transformation vor allem durch Zusammenarbeit, Risikoteilung und Lernen beschleunigt wird. Regionale Kooperationen und innovative Beteiligungsmodelle können dazu beitragen, Investitionen abzusichern und Infrastrukturen gemeinsam aufzubauen.

Gleichzeitig sind die Einbindung und Qualifizierung der Beschäftigten sowie eine offene Kommunikation über neue Technologien entscheidend für Akzeptanz und erfolgreiche Umsetzung. Der Austausch von Erfahrungen und Best Practices zwischen Unternehmen spielt dabei eine zentrale Rolle, um Innovationen schneller zu verbreiten und den Transformationsprozess insgesamt effizienter zu gestalten.

Erklärfilm zur Studie „Transformationsfaktoren für eine klimafreundliche Industrie“

Vorschaubild für das Erklärvideo zur Studie "Transformationsfaktoren für eine klimafreundliche Industrie" mit sechs Icons

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