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Bundesförderung Industrie und Klimaschutz: Modul 1

Stahlfertigung im Stahlwerk Eisenhüttenstadt

ECO-DRY ECO-DRY – Electrification and Carbon Reduction of Feed Drying in Lamerdingen

Zuwendungsempfangende

Zuwendungsempfänger: Futtertrocknung Lamerdingen eG

Projekt: ECO-DRY – Electrification and Carbon Reduction of Feed Drying in Lamerdingen

Maßnahmen

Projektart: Investitionsvorhaben (AGVO)

Branche: Nahrungs- und Futtermittel

CO₂-Einsparpotenzial: 2.620 Tonnen weniger CO₂-Emissionen pro Jahr

Laufzeit

laufend

01.11.2025 bis 31.01.2028

Verortung

Lamerdingen – Bayern

Fördervolumen

2.495.263,65 €

Produktionsgebäude und Photovoltaikanlage

Die Futtertrocknung Lamerdingen eG treibt die Dekarbonisierung ihrer Futtertrocknungsanlage voran. Dabei wird Grünschnitt durch Trocknungswärme zu Heu und weiter zu Pellets verarbeitet. Während der größte Teil der Anlage bereits vollständig elektrifiziert ist und sich flexibel an die verfügbare Strommenge anpasst, wird die erforderliche Trocknungswärme derzeit noch durch Gasverbrennung erzeugt. Sie sorgt für die erforderlichen Betriebstemperaturen von 400 ° bis 800 °C und ist im Prozess die einzige Quelle direkter CO₂-Emissionen.

Im Projekt ECO-DRY installiert das Unternehmen ein Wärmepumpensystem mit mehreren Hochtemperaturwärmepumpen, um die erdgasbasierte Wärmeerzeugung weitgehend zu ersetzen. So entsteht eine bivalente, energieflexible Anlage, die wahlweise mit Gas oder Strom betrieben werden kann. Dadurch nutzt die Futtertrocknung Lamerdingen eG sowohl wirtschaftliche als auch ökologische Vorteile und senkt ihren CO₂-Ausstoß deutlich.

Die Herausforderung

Die Futtermitteltrocknung zählt zu den energieintensivsten Prozessen der Agrarwirtschaft und stützt sich bislang überwiegend auf fossile Brennstoffe. Hauptverursacher der CO₂-Emissionen ist die direkte Gasverbrennung zur Wärmeerzeugung. Gleichzeitig muss die Wärmeversorgung jederzeit zuverlässig und wirtschaftlich erfolgen, um die Qualität und Verfügbarkeit der Futtermittel, unabhängig von Witterung und Marktpreisen zu sichern.

Die Branche steht daher vor der Aufgabe, wirtschaftlich tragfähige Wege zur Dekarbonisierung zu entwickeln. Lösungen wie eine vollständige Elektrifizierung oder der Einsatz von Biomasse sind häufig ineffizient oder mit hohen Kosten verbunden.
Das vorliegende Projekt begegnet diesen Herausforderungen mit einer bivalenten Wärmeerzeugung auf Basis von Hochtemperaturwärmepumpen. Diese nutzen Abwärme aus dem Trocknungsprozess effizient und ermöglichen eine flexible, kosteneffiziente und emissionsarme Produktion. Damit setzt das Vorhaben ein deutliches Zeichen für die nachhaltige Transformation.

Die Innovation

Trocknungstrommel der Futtertrocknung Lamerdingen eG

Das innovative Verfahren setzt auf eine bivalente Wärmeerzeugung mit Hochtemperaturwärmepumpen und nutzt dabei effizient die entstehende Abwärme. So sinkt der fossile Energieeinsatz deutlich, während eine kontinuierliche, kosteneffiziente und klimafreundliche Wärmeversorgung gewährleistet bleibt.

Im Gegensatz zur herkömmlichen direkten Gasverbrennung reduziert das System die CO₂-Emissionen erheblich, da es erneuerbare und überschüssige Wärmequellen einbindet. Die Hochtemperaturwärmepumpen passen sich flexibel an unterschiedliche Betriebsbedingungen an und erhöhen zugleich die Gesamtenergieeffizienz.

Mit diesem Ansatz treibt das Verfahren die Dekarbonisierung der Futtermitteltrocknung entscheidend voran, stärkt die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit und schafft ein übertragbares Modell für weitere Industriebranchen mit hohem Wärmebedarf

Matthias Vögele, Vorstandsvorsitzender Futtertrocknung Lamerdingen eG
Mit ECO-DRY zeigen wir, wie klimafreundliche Futtertrocknung in der Praxis gelingen kann. Durch Abwärmenutzung und flexible Elektrifizierung stärken wir unseren Betrieb und eröffnen neue Perspektiven für die Branche.
Matthias Vögele, Vorstandsvorsitzender Futtertrocknung Lamerdingen eG

Der Ausblick

Nach erfolgreichem Abschluss dient das Vorhaben als Blaupause für die Dekarbonisierung energieintensiver Trocknungsprozesse. Die erzielten Ergebnisse fließen direkt in die Übertragung des Konzepts auf weitere Futtertrocknungsanlagen und verwandte Anwendungen ein, um die Skalierbarkeit und Effizienz der Technologie weiter zu steigern.

Darüber hinaus werden wirtschaftliche und regulatorische Rahmenbedingungen analysiert, um eine breite Markteinführung zu ermöglichen. Auf diese Weise zeigt das Vorhaben konkret, wie Hochtemperaturwärmepumpen und Abwärmenutzung fossile Brennstoffe ersetzen können. Es leistet damit einen entscheidenden Beitrag zur klimaneutralen Futtertrocknung, erhöht die Energieeffizienz, senkt Emissionen und fördert die Integration erneuerbarer Energien in industrielle Trocknungsprozesse.

2620 Tonnen

weniger CO₂-Emissionen pro Jahr

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