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Bundesförderung Industrie und Klimaschutz (Modul 1)

Stahlfertigung im Stahlwerk Eisenhüttenstadt

ECO₂Oven Elektrischer Emaillierofen mit netzdienlicher Fahrweise und intelligenter Kopplung zu Day-Ahead-Strompreisen

Zuwendungsempfangende

Zuwendungsempfänger: BSH Hausgeräte GmbH

Projekt: Elektrischer Emaillierofen mit netzdienlicher Fahrweise und intelligenter Kopplung zu Day-Ahead-Strompreisen

Maßnahmen

Projektart: Investitionsvorhaben (TCTF)

Branche: Sonstige Branche (Hersteller von Hausgeräten – produzierendes Gewerbe)

CO₂-Einsparpotenzial: 556 Tonnen CO₂ pro Jahr 

Laufzeit

laufend

01.01.2026 bis 31.12.2028

Verortung

Traunreut – Bayern

Fördervolumen

1.498.278,62 €

BSH Hausgeräte GmbH

Im Projekt ECO₂Oven wird ein gasbetriebener Emaillierofen durch einen elektrisch betriebenen Ofen ersetzt, um die CO₂-Emissionen nahezu vollständig zu eliminieren. Der neue Elektroofen ermöglicht eine präzise Temperaturregelung sowie eine flexible Anpassung der Last an den Produktionsbedarf. Dadurch kann er netzdienlich betrieben werden und aktiv zur Stabilität des Stromnetzes beitragen.

Gleichzeitig reduziert die optimierte und konstante Temperaturführung den Energieverbrauch im Einbrennprozess und steigert die Energieeffizienz. Das Projekt leistet somit einen wichtigen Beitrag zur Dekarbonisierung der industriellen Wärmeversorgung und unterstützt den Weg zu einer emissionsneutralen Industrie.

Die Herausforderung

Das Vorhaben adressiert technologische, wirtschaftliche sowie regulatorische Herausforderungen. Da konventionelle Emaillieröfen überwiegend gasbetrieben sind, verursachen sie hohe CO₂-Emissionen, erfordern intensiven Instandhaltungsaufwand und bergen ein erhöhtes Brandrisiko. Gleichzeitig wächst der Druck auf die Industrie, fossile Energieträger zu ersetzen, Energie effizienter zu nutzen und flexibel auf volatile Energiemärkte zu reagieren. Das Projekt liefert damit einen übertragbaren Lösungsansatz für die Transformation zu einer klimaneutralen, energieeffizienten und resilienten Prozessindustrie.

Die Innovation

Die Innovation besteht in der Elektrifizierung eines bislang gasbetriebenen industriellen Emaillierofens. Elektrische Heizsysteme ermöglichen eine präzisere Prozesssteuerung, fördern die Nutzung erneuerbarer Energien und senken die CO₂-Emissionen deutlich. Gleichzeitig verbessern sich die Energieeffizienz und die Prozessregelbarkeit. Zudem erlaubt der elektrische Ofen ein flexibles Lastmanagement und kann damit netzdienlich betrieben werden. Da Brennertechnik und offene Flammen entfallen, sinken sowohl Wartungsaufwand als auch Brandrisiko, was die Betriebssicherheit erhöht.

Insgesamt bietet das Verfahren eine klimafreundliche, zukunftsfähige Alternative für die energieintensive Emaillierbranche und leistet einen wichtigen Beitrag zur Transformation industrieller Wärmeprozesse.

Lars Schubert, Chief Operating Officer und Mitglied der Geschäftsführung der BSH Hausgeräte GmbH
Die Förderung ist eine Bestätigung unserer technischen und wirtschaftlichen Innovationskraft und unterstreicht den Pioniergeist der BSH, da die Nutzung dynamischer Strommarktdaten bislang einzigartig in der Hausgeräteindustrie ist.
Lars Schubert, Chief Operating Officer und Mitglied der Geschäftsführung der BSH

Der Ausblick

Nach Abschluss des Vorhabens teilt die BSH die gewonnenen Erkenntnisse in relevanten Fachkreisen. Die Ergebnisse fließen in globale und lokale Arbeitsgruppen ein, darunter Prozessverantwortliche, das Energie-Effizienz-Ecosystem sowie weitere Gremien rund um Beschichtungstechnologien. Dort bewerten Expert*innen, ob das Konzept auf andere Prozesse und Standorte übertragen werden kann.

Ziel ist es, den elektrischen Ofen als Best-Practice-Lösung für emissionsarme, flexible und sichere Wärmeprozesse zu etablieren. Das Vorhaben trägt damit konkret zur Dekarbonisierung der industriellen Produktion bei und kann als Vorbild für vergleichbare Anwendungen dienen. Durch die Verankerung in internen Steuerungskreisen und strategischen Nachhaltigkeitsberichten unterstützt es den langfristigen Transformationsprozess zu einer CO₂-neutralen Industrie.

556 Tonnen

weniger CO₂ pro Jahr

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