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Bundesförderung Industrie und Klimaschutz (Modul 1)

Stahlfertigung im Stahlwerk Eisenhüttenstadt

EDry4Tissue_MUE Effiziente elektrifizierte Trocknung der Hygienepapierherstellung am WEPA Standort Müschede

Zuwendungsempfangende

Zuwendungsempfänger: WEPA Deutschland GmbH

Projekt: Effiziente elektrifizierte Trocknung der Hygienepapierherstellung am WEPA Standort Müschede

Maßnahmen

Projektart: Investitionsvorhaben (AGVO)

Branche: Papier- und Zellstoffindustrie

CO₂-Einsparpotenzial: 2.461 Tonnen weniger CO₂-Emissionen pro Jahr

Laufzeit

laufend

01.11.2025 bis 31.01.2028

Verortung

Arnsberg-Müschede – Nordrhein-Westfahlen

Fördervolumen

3.350.216,44 €

Bei der Herstellung von Papierhandtüchern, Servietten oder Toilettenpapier, sogenannten Hygienepapieren, entstehen insbesondere durch den konventionellen, gasbetriebenen Trocknungsprozess hohe CO2-Emissionen. WEPA Deutschland modernisiert am Standort Müschede den Herstellungsprozess durch den Einsatz einer hybriden Trocknungstechnologie. Durch die Kombination aus einer effizienter gestalteten mechanischen Pressenpartie mit der Installation von zusätzlichen elektrischen Heizelementen in der thermischen Trocknung können der Energiebedarf gesenkt und die CO₂-Emissionen der Anlage um 42 Prozent reduziert werden.

Die Herausforderung

Um Hygienepapiere wirtschaftlich zu produzieren, müssen die Papierbahnen in möglichst kurzer Zeit entwässert werden. Dies geschieht im ersten Schritt durch eine mechanische Entwässerung. Die poröse Papierstruktur von Hygienepapier nimmt Wasser gut auf. Gleichzeitig kann es aufgrund seiner geringen Dicke jedoch nur eingeschränkt mechanisch belastet werden. Von großer Bedeutung ist daher der zweite Schritt: die Trocknung mittels Trocknungshauben. Die hierfür erforderlichen hohen Temperaturen werden aktuell durch den Einsatz fossiler Energieträger erreicht und stellen im Prozess den größten Energieverbrauch dar. 

Die Innovation

Das Projekt verbindet moderne mechanische Entwässerung mit einer intelligenten, stromnetzoptimierten hybriden Trocknung. Ziel ist es, den Einsatz von erneuerbarem Grünstrom zu maximieren.
Die innovative Trocknungshaube nutzt sowohl elektrische Heizelemente als auch die vorhandenen gasbefeuerten Systeme. So kann flexibel auf die aktuelle Verfügbarkeit und die Kosten von Strom und Gas reagiert werden. Auf diese Weise lassen sich CO₂-Emissionen deutlich reduzieren.

Florian Heinecke, Head of Group Energy & Chemicals, bei WEPA Hygieneprodukte GmbH
Mit unserem Projekt zeigen wir, wie die Elektrifizierung energieintensiver Prozesse in der Papierindustrie gelingen kann. Die Fördermittel unterstützen uns dabei, mutig voranzugehen und einen Beitrag zu einer nachhaltigen Zukunft zu leisten.
Florian Heinecke, Head of Group Energy & Chemicals bei WEPA Hygieneprodukte GmbH

Der Ausblick

Papierproduktion im WEPA-Werk
Papierproduktion im WEPA-Werk

Die Umrüstung der Trockenpartie kann als Modellprojekt für die gesamte Papierindustrie dienen und zeigt, wie innovative Technologien zur Dekarbonisierung beitragen können. Nach erfolgreichem Abschluss des Vorhabens plant WEPA, die gewonnenen Erkenntnisse und Technologien auf andere Standorte zu übertragen, um weitere Produktionsstandorte zu modernisieren und die Dekarbonisierungsstrategie des Unternehmens konsequent fortzusetzen. Langfristig strebt der Papierhersteller an, bis 2040 einen klimaneutralen Betrieb zu erreichen und die Emissionen bis 2030 um 52,5 Prozent zu reduzieren.

2461 Tonnen

weniger CO₂-Emissionen pro Jahr

Andere Projekte dieses Förderprogramms

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