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16.09.2026 Publikationen Akzeptanz

Akzeptanz als Erfolgsfaktor der Industrietransformation: Analysepapier

Was entscheidet darüber, ob Unternehmen investieren, Beschäftigte Veränderungen mittragen und die Bevölkerung Dekarbonisierung unterstützt? Eine neue Analyse des KEI untersucht sieben Fachforen und zeigt: Akzeptanz wirkt auf fünf Ebenen zugleich.

Die Transformation energieintensiver Industrien gelingt nicht allein technisch und wirtschaftlich. Sie braucht Akzeptanz bei Unternehmen, Beschäftigten, in der Bevölkerung, am Markt und in der Politik. Bislang untersuchte die Forschung diese Ebenen meist getrennt voneinander.

Einordnung von Bezugsebenen im Akzeptanzdreieck

Sieben Branchen, ein Muster

Die Analyse „Akzeptanz als mehrdimensionaler Treiber der Industrietransformation“ fasst die Erkenntnisse aus den KEI Fachforen zusammen. Zwischen Sommer 2023 und Frühjahr 2024 diskutierten Expert*innen aus Stahl-, Zement-, Glas-, Chemie-, Nichteisenmetall-, Papier- und Kalkindustrie Akzeptanzstrategien für ihre Branche. Das Papier analysiert diese Diskussionen qualitativ.

Bedingungen statt Grundsatzfrage

Unternehmen stellen die Transformation selten grundsätzlich infrage. Sie brauchen konkrete Rahmenbedingungen: wettbewerbsfähige Energiepreise, verlässliche Infrastruktur, Planungssicherheit. Bei Beschäftigten entscheiden Qualifizierung und echte Mitgestaltung über Akzeptanz im Betrieb und sie wirken zugleich als Multiplikatoren nach außen.

Auch die Bevölkerung braucht mehr als Information: Beteiligung und eine faire Verteilung von Lasten und Nutzen schaffen Vertrauen. Am Markt bleibt Wirtschaftlichkeit fragil, solange CO₂-Transparenz fehlt. Und die Politik entscheidet mit langfristiger Verbindlichkeit über den Rahmen für alle anderen Ebenen.

Handlungsempfehlungen für Politik und Industrie

Die Analyse leitet daraus konkrete Empfehlungen ab: für die Politik unter anderem wettbewerbsfähige Energiepreise, verlässlichen Infrastrukturausbau und eine nutzenorientierte Kommunikation. Für die Industrie empfiehlt die Studie, Dekarbonisierung ins Tagesgeschäft zu integrieren, Mitarbeitende gezielt zu befähigen und Klimawirkung von Produkten sichtbar zu machen.

Ziel ist es, Akzeptanz nicht als Begleiterscheinung, sondern als operativen Hebel für die Industrietransformation zu nutzen.

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Kontakt

Monica Villanueva
Referentin Think Tank und Strategische Vorhaben
0355 47889-129 E-Mail schreiben weitere Informationen

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