KEI Kompakt: ETS-Reform – vom CO₂-Preissignal zur Investitionsperspektive
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Die EU reformiert den Emissionshandel. Die neue Ausgabe des KEI Kompakt zeigt, was die Reform leisten muss, damit sie tatsächlich mehr Investitionen in klimafreundliche Produktion auslöst.
Die EU-Kommission will CO₂-Zertifikate länger kostenlos zuteilen als bisher geplant. Ab 2031 plant sie, die Zuteilung aber stärker an Investitionen in die Dekarbonisierung zu knüpfen. Diese Kopplung heißt Konditionalität. Das neue KEI Kompakt „ETS-Reform: Vom CO₂-Preissignal zur Investitionsperspektive“ fragt: Was muss hinzukommen, damit der Emissionshandel (ETS) ein glaubwürdiges Investitionssignal sendet?
Kostenlose Zertifikate allein reichen nicht
CO₂-Kosten sind nur ein Faktor in einer Investitionsentscheidung. Kostenlose Zertifikate begrenzen die Belastung. Eine tiefgreifende und kapitalintensive Dekarbonisierung tragen sie allein nicht. Dafür brauchen Unternehmen Strom zu wettbewerbsfähigen Preisen und, wo nötig, Wasserstoff. Wichtig sind außerdem verlässliche Genehmigungsverfahren und Abnehmer für klimafreundliche Produkte.
Planungssicherheit über den ganzen Investitionszyklus
Industrielle Investitionen laufen oft zehn bis fünfzehn Jahre oder länger. Förderprogramme, Budgets und Unterstützungsbedingungen ändern sich schneller. Die Reform setzt deshalb früher an: Die erste Phase der geplanten Industrial Decarbonisation Bank (IDB) soll vor 2030 starten. Die Mitgliedstaaten sollen die Hälfte ihrer ETS-Erlöse in die Dekarbonisierung der ETS-Sektoren stecken. Als Leitinstrument der IDB plant die Kommission CO₂-Differenzverträge (CCfDs). Deutschland hat dieses Instrument bereits entwickelt.
Was die Reform berücksichtigen sollte
Die neuen Finanzierungsinstrumente sollten sich daran messen lassen, ob sie Hemmnisse tatsächlich abbauen. Investitionsprogramme sollten stärker nach Branchen unterscheiden. Und Vorreiter, die bereits in CO₂-arme Technologien investiert haben, darf die Reform nicht benachteiligen.
Wie lassen sich CO₂-Preis, Transformationsbedingungen und Investitionsanreize so verbinden, dass aus Preisdruck echte Investitionen werden? Antworten gibt das neue KEI Kompakt.
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